27.12.2018 – Daisekirinzan Nationalpark, Cape Hedo

Heute war das Wetter deutlich besser. Eine Wanderung zu einem Wasserfall haben wir zwar gestrichen, weil die Wanderwege dort nach dem gestrigen Wolkenbruch arg matschig waren. Dafür sind wir in den hohen Norden von Okinawa (s. Reiseroute 2018 unter Hedo Misakia) gefahren, wo es wirklich ganz anders aussieht . Der Süden ist – für Japan durchaus üblich – total zersiedelt, aber im Norden ist hauptsächlich Natur.

Das Meer am Straßenrand…
…auf dem Weg nach Norden.

Unser erstes Ziel war der Daisekirinzan-Nationalpark, das übersetzt sich in Großer Steinwaldberg. Und genau das ist es auch: ein tropisches Karstgebiet über mehrere Erhebungen („Berg“ ist hier im Vergleich zur unmittelbar nahen Küste zu verstehen) verteilt mit interessanten Felsformationen und schöner Natur. Leider wurde es zwischenzeitlich sehr grau am Himmel, geregnet hat es aber nur ganz kurz.

So ungefähr muss man sich das vorstellen. Hier ist es noch sehr parkähnlich…
…doch es wird schnell etwas wilder, wenn auch immer noch gut zugänglich.
Die schroffen Steinformationen…
…bestehen aus Karbonatgestein und werden durch Erosion geformt.
Charakteristisch für diesen Park sind Felsformationen, die Tieren und anderen Bildern ähneln. Hier der Drachenkopf (auf der Spitze)…
…das Picassogemälde (eine Frau küsst einen mürrischen Mann)…
…der Affenkopf…
…und die Wächterkatze!
Wer sich dreimal durch dieses Tor zwängt wird angeblich wiedergeboren (wobei ich immer dachte, im Buddhismus geht das automatisch).
Platz für einen Schrein ist in der kleinsten Hütte, äh Höhle.
Neben den Steinen gibt es noch viel Vegetation. Hier ein paar Blüten (immerhin im Dezember)…
…eine Kolonie von Sagopalmen (denke ich)…
…und mehrere große Banyanbäume mit ausgeprägten Luftwurzeln.

Unser zweites Ziel war Cape Hedo, der nördlichste Punkt von Okinawa. Das Wetter wurde wieder schöner, aber es wehte ein starker Wind, der leider grässliche Gischtflecken auf mein Objektiv zauberte.

Hier also das besagte Kap….
…mit Verzierung. Das „Huhn“ ist eine Okinawaralle, der Symbolvogel der Präfektur.
So sehen die in echt aus. In der Gegend stehen an den Straßenrändern überall Warnschilder, dass man die nicht überfahren soll. Anscheinend sieht man sie aber so gut wie nie, das Foto ist aus dem Internet geklaut.
Die Küste ist landschaftlich recht hübsch…
…und wie man sieht…
…war ordentlich Seegang und Brandung.

Auf dem Hinweg sind wir die Westküste hochgefahren, auf dem Rückweg die – noch weniger besiedelte – Ostküste.

Da sieht es nochmal ein bisschen anders aus.

Zufällig haben wir, nun schon fast wieder „zu Hause“, dieses Gebäude mit seinem kreativen Weihnachtsschmuck entdeckt:

Alles was heilig ist, ist da: Jesus, Maria und Josef, Santa Claus, Engel, Nussknacker, Hello Kitty, Micky Maus und zwei Osterhasen. Holiday Spirit!

Morgen geht es zum ersten Mal seit der Ankunft in die Hauptstadt Naha, unter anderem für einen Kochkurs.

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