6. März – Food Tour und Midtown

Auf quasi jeder Städtereise mache ich eine Food Tour, so auch in New York. Dante von Nice Guy Tours (und ja, Dante ist der Nice Guy, das ist ein one man Betrieb) führte mich und zwei weitere Teilnehmerinnen durch die Lokale der Lower East Side. Dort lebten zur Hochzeit der Immigration 1890-1910 vor allem osteuropäische Juden, und die prägten das kulinarische Erbe des Viertels (und weit darüber hinaus). Das war ursprünglich eine Street Food Szene mit Handkarren, heute sind es kleinere Lokale oder eigentlich Geschäfte, denn die meisten sind keine Restaurants im eigentlichen Sinne.

Das hier sind Knishes, Kartoffelpüree mit Füllung, hier z.B. Spinat, in einer Teighülle gebacken.
…und ein Rugelach, ein knuspriges, süßes Teigröllchen….
…dieses Bild dient nur zur Belustigung. „German“ Potato Salad ist in den USA jeder Kartoffelsalat ohne Mayonnaise. Wenn das die Rheinländer wüssten!
Bagels gab es natürlich auch…
…mit reichlich Schmear, also Frischkäse, hier in verschiedenen Varianten.
Da dürfen Pickles, also eingelegtes Gemüse nicht fehlen…
…aus der reichhaltigen Auswahl hatten wir eingelegte Gurken in drei Reifegraden (3 Tage, 3 Wochen, 3 Monate).
Kulinarische Höhepunkt war der Besuch bei Katz Delicatessen.
Es war noch vor 11, drum nicht brechend voll wie zur Lunchzeit.
Hauptattraktion ist die Pastrami mit 30 Tagen Herstellungszeit….
…und just die hatten wir auch. Butterzart! Da muss ich nochmal hin und ein ganzes Sandwich essen.
Der Herr in der Mitte sitzt dort, wo Sally in „Harry und Sally“ ihren Orgasmus vortäuschte. Bei ihm scheint es nicht zu wirken.
Vielleicht mag er lieber Jelly Beans? Dieses Bild entstand in einem riesigen Süßigkeitenladen auf der Tour. Sie hatten auch ein volles Sortiment von Haribo und Ritter Sport.
Einzig nicht-jüdische Spezialität waren chinesische Teigtaschen am Rande von Chinatown, ähnlich gut wie in San Francisco oder Beijing.
Einige Stunden später zum Abendessen gönnte ich mir noch japanisches Curry. New York ist meistens der zweitbeste Ort, wo man bestimmte Speisen bekommen kann, direkt nach dem Ursprungsland selbst.

Ansonsten habe ich mir auf eigene Faust noch ein pass Sehenswürdigkeiten angeschaut.

Die Stonewall Bar in der Christopher Street ist der Ausgangspunkt der modernen LGBTQ+ Bewegung. 1969 hatten es die Gäste einer Schwulenkneipe satt, von der Polizei drangsaliert zu werden und wehrten sich gegen eine Razzia.
In den folgenden Tagen kam es in der Christopher Street und in diesem (sehr kleinen) Park zu massenhaften Demonstrationen. Heute ist das alles ein National Monument. Die Statuen zur Erinnerung wurden schon 1982 fertig gestellt, aber wegen politischen Widerständen erst 1992 aufgebaut. Heute ist NY eine der queer-freundlichsten Städte der Welt.

Später bin ich mit der Seilbahn nach Roosevelt Island gefahren, eine Insel im East River zwischen Manhattan und Queens. Es gibt auch eine U-Bahn und eine Brücke, aber von der Seilbahn hat man die besten Aussichten.

Diese Bilder…
…entstanden….
…vom Ufer…
…und dieses aus der Luft!

Auch im Highline Park war ich nochmal, da hatte ich bei der Walking Tour noch nicht genug davon gesehen. Ist ein sehr schöner Spaziergang durchs westliche Manhattan, mal was ganz anderes. Kein Wunder, dass dieses neue Parkkonzept (auf alten Hochbahnschienen) jetzt in vielen anderen Städten kopiert wird. Es folgen einfach mal die Bilder ohne Kommentar – diesmal nicht als Slider, weil die irgendwie sehr langsam laden.

Dieses Bild bedarf dann doch eines Kommentars. Man weiß ja, dass Donald Trump in d New York nicht gerade beliebt ist. Aber dieser Hausbesitzer mag ihn wirklich(!) nicht.

Danach bin ich langsam wieder Richtung Hotel spaziert und habe noch ein paar Fotos vom Empire State Building und vom Times Square bei Dämmerung gemacht.

Heute war es übrigens wirklich saukalt, nur eine Zwischenlage Wäsche auf Merinowolle machte das erträglich. Danke Doro für die Icebreaker-Shorts, ich habe sie durch T-Shirt und Handschuhe ergänzt. Morgen soll es immer noch kalt, aber nicht mehr ganz so kalt sein. Zeit für den Central Park!

Ein Gedanke zu „6. März – Food Tour und Midtown“

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