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01. Juni: Walking Tour

Wie meistens beginne ich meinen Urlaub mit einer Free Walking Tour, in diesem Fall sogar zwei: eine über die Medici-Familie, die langjährigen Herrscher von Florenz, und eine über die Renaissance, ihre Protagonisten und ihre Werke. Dabei bin ich sehr viel durch die Stadt gelaufen und habe einen guten Eindruck bekommen. Ich war nur in wenigen Gebäuden bisher drin, das kommt ggf. später.

Das Wetter ist übrigens prächtig: ca. 25 Grad, sonnig, aber nicht zu heiß. Es sind auch wirklich ziemlich wenige Touristen unterwegs – nicht ganz so leer wie letztes Jahr in Venedig, aber wirklich entspannt.

Ein thematische Ordnung der Eindrücke erscheint mir sinnvoller als eine chronologische, daher:

Kirchen

In Florenz ist es wie in Kyoto: man muss eine ordentliche Tempel- bzw. Kirchenfrequenz an den Tag legen, sonst reicht die Zeit nicht.

Die größte und bombastischste Kirche ist die Kathedrale Santa Maria del Fiore. Wie auch in Pisa gehört dazu ein Baptisterium und ein Glockenturm. Das Gebäude selbst stammt aus dem Spätmittelalter / der Frührenaissance, aber die neogotische Fassade wurde erst im späten 19. Jahrhundert fertig gestellt – ist also vergleichsweise modern.
Hier die Ansicht von hinten. Man sieht gut die gewaltige Kuppel, die ich morgen Nachmittag besteigen werde.
Der dazugehörige Glockenturm. dessen Fassade aber viel älter ist und ebenfalls aus weißem. grünen und roten Marmor besteht.
Das schönste Gebäude der Gruppe ist das Baptisterium, das wesentlich älter ist (und wahrscheinlich vorher der Standort eines römischen Marstempels war).
Das spektakulärste daran sind die „Paradiespforte“ an der Ostseite, die Szenen aus dem alten Testament darstellt.
Wie zum Beispiel diesen Sieg von König Saul über die Philister. Man beachte, das „Jerusalem“ im Hintergrund sieht sehr aus wie eine toskanische Stadt und hat Ähnlichkeiten mit Florenz…
Hier die Posaunen von Jericho.
Die Kirchen – hier Santa Trinità – sind übrigens eigentlich alle aus dem Mittelalter, nicht aus der Renaissance.
Das hier ist Santa Maria Novella, da war ich auch drin.
Dort fndet sich u.a. das Bild Trinità von Masaccio (1428), angeblich der erste Einsatz von Perspektive in der Malerei.
Und auch dieses Kruzifix von Giotto und sehr beindruckende Fresken dahinter, leider mit Gerüst.
Das hier ist Santa Croce – ziemlich prächtig für eine Franziskanerkirche. Der Platz davor dient auch als Spiel- bzw. Schlachtfeld für den florentinischen Calcio storico, den historischen Fußball. Möglichweise üben die Jungs rechts im Bild schon mal.

Ich habe auch schon deutlich mehr Fotos von Palästen, Statuen und der Ponte Vecchio (alte Brücke) aber die poste ich morgen. Es ist schon ziemlich spät, ich bin platt und morgen habe ich für 8.15 Uhr Tickets für die Uffizien. Also folgt der Rest später.

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