Galveston ist eine Insel südlich von Houston zwischen der Galveston Bay und dem Golf von Mexico… äh ich meine natürlich Amerika. Das ist der historisch wichtigste Hafen von Texas, was vor allem im Bürgerkrieg eine wichtige Rolle spielte. Ich hatte mir auch immer vorgestellt, dass Galveston ein Zentrum der Ölindustrie ist, schließlich wird im Golf massenhaft Öl gefördert. Das scheint aber nicht der Fall zu sein: wir haben massenhaft Raffinerien und Ölspeicher gesehen, aber eher auf dem Festland bei San Jacinto. Galveston selber ist eher ein Naherholungsgebiet mit Strand, einer Altstadt aus dem späten 19. Jahrhundert, Restaurants, Museen und Bootstouren. Sehr nett, vor allem Doro hat es ausnehmend gut gefallen.

Strand von Galveston

Es gibt auch allerlei Seevögel, die sich an den Strandbesuchern nicht zu stören scheinen.






Dank Jetlag konnten wir auch einen sehr schönen Sonnenaufgang erleben:





The Strand – Altstadt von Galveston
Wie gesagt war Galveston früher ein bedeutender Hafen, hier liefen die Verbindungen nach New York und in alle Welt. Auch Einwanderer kamen hier an. Daher gibt es aus dem späten 19. Jahrhundert ein Altstadt, die früher die Lagerhäuser, Kontore und Geschäfte der reichen Händler waren. Heute ist das eher eine Shopping-Meile für Strandbesucher. Aber wir waren recht früh da und es war noch leer.





Am Wochenende ist das wohl auch die Bourbon Street von Galveston, also mit offenem Alkohol und Musik.
In der Frühphase des Bürgerkriegs 1862 wurde Galveston von der Marine der Union besetzt. Und kurz vor Ende des Bürgerkriegs, am 19. Juni 1965 wurde in Galveston dann auch die Emancipation Proclamation in Texas durchgesetzt, also die Sklaven befreit (noch vor Ratifizierung des 13. Verfassungszusatzes). Der 19. Juni wurde als „Juneteenth“ bekannt und ist bis heute ein Feiertag, vor allem natürlich für die afroamerikanische Bevölkerung.

Bootstour
Die Galveston Bay hat über 700 Delphine. Wir haben also eine Bootstour gemacht, vor allem um Delphine zu sehen, aber man sieht natürlich auch die ganzen Schiffe und einiges mehr.





In der Bucht liegt auch das Wrack eines Militärschiffes aus Beton(!) das für den ersten Weltkrieg gebaut wurde, aber nie zum Einsatz kam. Später diente es als Öltanker, lief aber in der Galveston Bay auf Grund. Da man solche Schiffe kaum bergen kann, blieb es da liegen. Später lebte ein Einsiedler mit seinen Ziegen(!) drauf. Heute wird es von Seevögeln wie z.B. Pelikanen verwendet:




Delphine haben wir eine ganze Menge gesehen, aber die Biester sind notorisch schwierig zu fotografieren. Hier die eher maue Ausbeute an Fotos:



Und zum Abschluss noch ein paar kulinarische Eindrücke:



Next Stop: Big Thicket National Preserve