Fort Worth Stockyards
Weiter ging es zu den Fort Worth Stockyards. Das ist ein historischer Viehmarkt, der zu einer Touristenfalle… ähh Attraktion umgebaut wurde. Fort Worth war ein wichtiger Umschlagplatz auf dem Chisholm Trail, wo Millionen von Rindern zu den Eisenbahnen und Märkten des Nordens getrieben wurden. Vom späten 19. Jahrhundert bis Ende des 2. Weltkriegs blieben die Fort Worth Stockyards einer der größten Umschlagplätze für Rinder in den USA, mit 5 Millionen verkauften Rindern 1944.




Also historisch durchaus authentisch, mittlerweile aber sehr kommerziell. Die meisten der Betriebsgebäude wurden in Restaurants und Läden umgewandelt.




Es gibt hier auch das Billy Bob’s Texas, das größte Honky-Tonk (Musikhalle, Spielhalle, Unterhaltungszentrum) des Staates. Abends wäre da sicher viel los gewesen, das haben schon viele Größen der Rock- und Countrymusik gespielt. Die Hauptkonzerthalle war wohl für eine andere Veranstaltung bestuhlt und das Bull Riding (auf echten Bullen) gibt es wohl Sonntags.









OK. Es ist also teuer, ziemlich kommerziell und vormittags ist noch nicht viel los. Warum sind wir da also hingefahren? Es gibt eine Sache, die ist vollkommen authentisch und ziemlich spektakulär: Longhorns. Diese Rinder stammen von durch die Spanier ausgewilderten Kühen ab und vermehrten sich zu Millionen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden sie kommerziell genutzt. Teils mit Ranches, teils aber auch einfach, indem man wilde Rinder zusammen nach Norden trieb und dort verkaufte. Allerdings waren die Longhorns auf lange Sicht nicht die ideale Rinderrasse, eher robust als schmackhaft mit hoher Mastleistung. Heutzutage gibt es eine größere staatseigene Herde, ein paar Rancher halten sich welche zum Spaß und es gibt kleinere Herden wie eben die in Fort Worth.
Und zweimal am Tag werden ca. 20 dieser Biester von echten Cowboys die Hauptstraße entlang getrieben, bevor sie wiederkäuend in ihre Ställe zurückkehren. Hier nun die Bilder:
















Dinosaur Valley State Park
Gut 1,5h Fahrt weiter südwestlich liegt der kleine Ort Glen Rose und dort in der Nähe der Dinosaur Valley State Park. Das ist nicht nur eine schöne Naturlandschaft entlang eines Flusses, sondern ein Ort, wo man die Fußstapfen von Dinosauriern im Flussbett finden kann. Dort sind wir ein wenig am Fluß entlang gewandert und einmal auch durchgewatet.







Glen Rose selbst ist ein kleines Städtchen mit 2,500 Einwohnern.









Das Stopfen vieler Milionen Halse mit Rindfleisch war und ist je eine krasse Aufgabe. Die weit mehr als 10000 Rinder, die täglich umgeschlagen worden waren, kann man sich gar nicht vorstellen. Allein schon die Wasserversorgung der Herden… Wie beschaulich der Sonntagsspaziergang der namentlich genannten Handvoll dagegen.
Apropos Handvoll: Ihr seid nicht über eine NO KINGS Demo im roten Texas gestolpert, oder? 8 Mio. landesweit ist schon ein Pfund. 100 Protestierer in einer roten Kleinstadt ist noch einschlägiger…
Nein, von den Demos haben wir nur in Austin ein paar Absperrungen gesehen. Anti-Trump Demos in Großstädten sind aber auch leider ziemlich bedeutungslos, die haben ihn eh nicht gewählt. Von Demos an kleineren Orten haben wir nichts gesehen.