11.04.2026 – Poteet Strawberry Festival

So, jetzt wird es richtig authentisch. Ein Volksfest auf dem Land südlich von San Antonio, in Poteet, dem „Strawberry Capital of Texas“. Das ist von locals für locals, wir haben es nur zufällig in einer Broschüre gefunden.

Tatsächlich findet das Festival auf einem beachtlich großen Gelände mit reichlich Zelten und mehreren Bühnen statt. Als wir morgens um 10 Uhr ankamen, war noch nichts los – es gab eine Parade, aber die war nicht auf dem Festgelände, was uns aber erst vor Ort klar wurde.

Erdbeer-Deko gab es einige:

Wir fanden zunächst keine Erdbeerbauern, die ihre Früchte zum Verkauf anboten. Das Rätsel lüftete sich aber mit der Zeit: es gab eine Kür der besten Erdbeeren, gefolgt von einer Versteigerung. Und damit sie die besten Erdbeeren in den Wettbewerb einreichen konnten, waren die Erdbeerbauern noch auf den Felden, um frische zu pflücken. Die letzten wurden ca. 11.50 herangeschafft, knapp zehn Minuten vor der Deadline.

z.B. auf solchen Fahrzeugen kamen die Erbeerbauern mit ihren Früchten aufs Festgelände.
Es gelang uns dann doch noch, welche zu erwerben. Tatsächlich erntefrisch, die Qualität von manchen sehr gut, von anderen eher durchschnittlich. Auch hier ist wohl noch nicht der Höhepunkt der Saison.
Auch als Strawberry Shortcake sehr lecker.
Hauptgericht war aber ein „Pork Chop on a Stick“ mit Brötchen und Jalapeno.
Da konnte man dann gut die Finger von so zweifelhalten (und extrem überteuerten) Erfahrungen wie dem „Korean Corn Dog“ lassen.

Musik und Tanz waren auch geboten:

Es dreht sich nicht alles um Erdbeeren.

Das Texas Parks & Wildlife Department war auch vor Ort, um junge Leute anzusprechen.
Es gab kindskopfgroße Zwiebeln, tatsächlich ist Texas ein Zentrum des Zwiebelanbaus.
Man beachte die Preise bei diesem Preisausschreiben. U.a. ein AR15-„Sturmgewehr“ (eigentlich nur ein halbautomatisches Gewehr) und eine Beretta 9mm Pistole. Auf dem Fest war außer der Security aber niemand bewaffnet.

OK, OK. Mancher fragt sich jetzt wohl schon: alles schön und gut, aber warum um alles in der Welt seit ihr dahin? Die Antwort: es gab ein Rodeo. Ein solches fehlte uns noch für die volle Texas experience und hier ließ sich diese Lücken ohne viel Aufwand und hohen Geldeinsatz füllen. Es war alles geboten, was man sich so erwartet: Bronco Riding, Calf Roping und sogar Mutton Busting (was das ist, erkläre ich weiter unten). Das, was man eigentlich mit dem Rodeo in Verbindung bringt ist das Bronco Riding, also der meist sehr kurze Ritt auf ungezähmten Pferden, die den Reiter abwerfen wollen.

Zunächst einige Fotos:

Aber so sehr ich ein Freund des Standbildes bin, manche Sachen kommen nur im Video voll rüber.

Bronco Riding:

Hier ein Beispiel für Calf Roping:

So, und was hat es jetzt mit Mutton Busting auf sich? Das ist Bronco Riding für die Kleinen, allerdings auf einem Schaf anstatt einem Pferd. Hat auch den Vorteil, dass man die Schafe hinterher nicht groß einfangen muss, anders als die aggressiven Broncos. Die Schafe stellen sich einfach nach dem Abwurf in eine ruhige Ecke und alle nachfolgenden Schafe gesellen sich dazu.

Damit ist unsere Texas experience jetzt ziemlich lückenlos. Morgen fahren wir zurück nach Houston mit einem Zwischenstopp am Geburtsort der Republik Texas, Washington-on-the-Brazos.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert