05.04.2026 – Der Lange Weg nach Laredo

Erst einmal: frohe Ostern an alle! Anstatt Eier gibt es Bilder von blühenden Feigenkakteen (Prickly PearI):

Nun aber zum heutigen Reisetag. Es gilt das Prinzip „what goes west, must come back east“, zumindest wenn An- und Abflug über Houston erfolgen. Da wir in den letzten Tagen weit nach Westen vorgerückt waren, gar bis nach New Mexico, haben wir heute einen guten Teil des Strecke nach Osten zurückgelegt. Genauer gesagt nach Südosten, denn das nächste Ziel ist ist das Tal des Rio Grande.

Daher sind wir von Fort Stockton im Westen nach Laredo direkt an der mexikanischen Grenze gefahren. Das waren hauptsächlich gute sechs Stunden Fahrt, während der sich nur langsam die Steppe des Westens in die grüneren Gefilde des Südostens verwandelt haben. Einmal kamen wir auch an einen Checkpoint der Border Patrol, das war aber auch nicht anders als das, was wir 2008 in New Mexico erlebt haben: Pässe zeigen, ein paar Worte wechseln, weiterfahren. Kein Problem und heutzutage macht ja auch Deutschland wieder Stichproben an allen(!) Außengrenzen. Natürlich arbeitet das racial profiling auch zu unseren Gunsten, denn zwei hellhäutige Deutsche in einem PKW passen einfach nicht ins Beuteschema.

Fort Stockton zelebriert seine Roadrunner. Ich habe auch zwei entlang der Straße gesehen und vor ein paar Tagen auch einen Coyoten. Der war aber überhaupt nicht nah dran an den Roadrunnern.

Auf der Fahrt konnten wir auch den ersten Blick auf den Rio Grande und die mexikanische Seite werfen. Wobei man den Fluss vor lauter grün gar nicht sehen kann in seinem Tal.

So, und nun die Preisfrage: wo baut man denn nun die Grenzmauer hin? Genau, deswegen gibt es auch keine. Das gilt für fast die gesamte Grenze zwischen Texas und Mexico, zumal das meiste Land entlang der Grenze in Privat- oder Kirchenbesitz ist. D.h. für einen Mauerbau müsste die Bundesregierung es enteignen. Texaner enteignen? Good Luck with that.

Zwar führen alle Gewässer hier derzeit nicht allzu viel Wasser, aber außer dem Rio Grande haben wir auch den Pecos gesehen, der unweit von dieser Brücke in den Rio Grande mündet:

Und das hier ist faktisch auch der Rio Grande, genauer gesagt das Amistad Reservoir. War aber auch nicht gut gefüllt, zu anderen Zeiten kann man da Boot fahren und schwimmen:

In der Nähe entstanden entlang eines Wanderweges auch die meisten Blütenbilder oben.

Auf dem Weg waren wir mal wieder Barbecue essen. Immer lecker, aber das packt man nur alle paar Tage, sonst wird es zuviel.

Als wir reinkamen spielte Bluesmusik, die leider binnen kurzem von Country & Western abgelöst wurde.
Doro hatte eine kalbskopfgroße Baked (eigentlich Smoked) Potato mit Käse und Brisket.

Morgen: das Rio Grande Valley

Ein Kommentar zu „05.04.2026 – Der Lange Weg nach Laredo“

  1. Mann, was für eine tolle Reise bisher. Da wird man ganz neidisch! Ein Bild toller als das andere. 🙂
    Und sieht aus als hättet Ihr echt Glück mit dem Wetter 🙂
    Viel Spass weiterhin!

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