Auch heute war ich nochmal shoppen. Zwar wäre vielleicht auch noch Zeit für eine touristische Aktivität gewesen, aber irgendwie fehlte mir die Energie, mich nochmal in den Trubel Tokios zu werfen.
Mein Flug nach München war für 23.30 Uhr angesetzt, ich hatte mein Hotelzimmer noch für den ganzen Tag gebucht, so dass ich in aller Ruhe packen, chillen, bloggen und vor dem Abflug nochmal duschen konnte. Sehr bequem, das alles. Zum Flughafen habe ich mir ein Taxi genommen – dank des schwachen Yen sehr bezahlbar und dank der unterirdischen Ringautobahn unter Tokio erschreckend schnell – in gut 30 Minuten war ich von Ikebukuro am anderen Ende der Stadt in Haneda.

Diesmal bin ich mit All Nippon Airway zurückgeflogen und nicht wie sonst mit Lufthansa. Das erwies sich als sehr gute Idee. Die Qualität von Essen und Service waren vergleichbar, aber selbst die „alte“ Business Class von ANA (es gibt auch eine neue, die hatte ich aber nicht) ist um Längen besser als die alte Business Class von Lufthansa. So ist das Flugzeug nicht 2-2-2 bestuhlt wie bei LH sondern 1-2-1. D.h. jeder Sitz hat direkten Zugang zum Gang und sie sind versetzt angeordnet, mit einer substantiellen Abstellfläche neben dem Sitz. Wenn man (wie ich) einen Fensterplatz hat, bedeutet das ziemlich maximale Privatsphäre, da man gut 50cm vom Gang entfernt sitzt und dazwischen einiges als Barriere hat. Die neue Business Class von ANA ergänzt da noch eine Tür und nennt sich „The Room“ aber auch die alte ist prima.

Wenn man den Sitz zum Bett ausfährt ist dieses vielleicht 5cm kürzer als bei LH, aber für meine 175cm ist das völlig egal.

Der entscheidende Vorteil war aber der Nachtflug. Um 23.30 ging es los – bis wir dann in der Luft waren, das Abendessen abgeräumt und der Digestif getrunken war, war es ca. 2.00 Uhr morgens japanischer Zeit. Und da war ich dann so rechtschaffen müde, dass ich 9 Stunden (!!!) des 15-stündigen Flugs verschlafen habe. Der Schlaf war nicht besonders gut oder tief, aber er war wirklich lang. Als ich aufwachte, waren es nur noch 3 Stunden bis nach München.

Also habe ich mir nach dem Frühstück noch einen Film angesehen, das „Live“ Remake von „Drachenzähmen leicht gemacht“. Leider verspätete sich dann die Landung nochmal um 30 Minuten, wegen starken Schneefalls mussten wir zweimal über Augsburg kreisen, bis wir dann in München landen konnten.
Wie üblich musste ich dann erstmal ziemlich marschieren, wir waren an einem K-Gate gelandet, d.h. Fußmarsch und Bahnfahrt bis zur Passkontrolle und zur Gepäckausgabe. Aber das Gepäck war fix da und unbeschädigt und ein vorbestelltes „Taxi“ (da sind eigentlich Mietwagen mit Fahrer, wesentlich billiger als Taxi) brachte mich nach Hause. Dort erwartete mich eine Innentemperatur von 12 Grad – logischerweise hatte ich in den fast drei Wochen Abwesenheit nicht geheizt und es ist ja in München der Winter ausgebrochen.
Hier noch der Bäder-Score: 17 japanische Bäder an 18 Tagen. Nicht schlecht, vor allem da ich in Tokio kein hoteleigenes Sento hatte.
Diese Zeilen entstehen schon wieder am heimischen PC – damit schließe ich den Blog. Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!