31.12.2024 – Silvester in DisneySea

Zunächst mal ein Frohes Neues Jahr an alle Leserinnen und Leser des Blogs. Dieses Foto ist zwar schon vom 28.12., aber es zeigt ein passend schönes Feuerwerk:

Silvester ist kein Partyevent in Japan. Die Leute fahren nach Hause zu Eltern, Großeltern, etc. – ein Exodus aus Tokio. Auch die Silvesterparty in Shibuya gibt es seit Covid nicht mehr, sie wurde auch danach nie wieder zugelassen. Wohin also? Ich bin auf die schräge Idee gekommen, in den Freizeitpark DisneySea zu fahren. Das ist neben Disneyland der zweite Disney-Park in Tokio – eigentlich sogar in Chiba. Miho war dankenswerterweise bereit, mich zu begleiten.

Der Park öffnet zwar schon um 9.00, darauf hatten wir aber keine Lust. Stattdessen trafen wir uns um 12.00 an der Station Maihama, dem Tor zu den Disneyparks.

Ikspiari Shopping Mall

Der erste Stopp war Ikspiari, die Disney-Shopping Mall, die noch außerhalb der Parks liegt. Hauptsächlich, um was zu Mittag zu essen, aber auch um diesen Auswuchs des Disney-Kapitalismus mit eigenen Augen zu sehen. Das Wetter war übrigens frühlingshaft: 15 Grad, zumindest solange die Sonne noch schien.

Mit der Disney Monorail ging es dann weiter zu DisneySea.

Sogar die Haltegriffe haben Mickey Mouse Form.

DisneySea

Der Vorplatz direkt nach den Ticket Gates.
Hier geht es dann rein in den Park.

DisneySea ist der „erwachsenere“ der beiden Parks, mit verschiedenen Regionen, die Hafengegenden nachempfunden sind: American Waterfront, Renaissance-Europa, Aladdin-Arabien, Indiana Jones-Amazonas u.ä. Ein direktes Äquivalent gibt es weder in Florida noch in Kalifornien.

Natürlich gibt es da auch eine Menge Rides, die haben wir aber sein lassen, aus zwei Gründen: a) von vielen wird zumindest mir eher schlecht, z.B. dem Tower of Terror und b) die Wartezeiten waren teilweise enorm lang, bis zu drei Stunden. Das ließe sich zwar mit sog. Standby Passes (kostenlos) und Premier Access (kostenpflichtig) umgehen bzw. deutlich abkürzen, aber dafür muss man effektiv gleich zur Parköffnung da sein, sonst sind die alle vergriffen.

Macht aber nichts, ich war eh nicht auf die Rides aus sondern mehr auf die Fantasy-Gebäude und -Landschaften. Und tatsächlich kann man da mehrere Stunden einfach rumlatschen und immer wieder was Neues entdecken. Die Fotos sprechen weitgehend für sich selbst.

Die Festung vor dem Vulkan ist eine Art Abenteuerspielplatz, wo es auch eine Rätsel-Schnitzeljagd gibt. Das ist alles nach einem „Leonardo da Vinci“ Motto gestaltet.

Danach geht’s weiter in die weniger zivilisierten Regionen. Langsam (so ab 16.30 Uhr) ging auch die Sinne unter.

Aber Mickey Mouse bringt die Zivilisation überall hin. Zum Beispiel als grünen Tee in Flaschen:

Eine weitere Region ist dem Tausendundeine Nacht Arabien aus „Aladdin“ nachempfunden:

Nun ist ja Disney durchaus für umstrittenen Umgang mit seinen Arbeitskräften bekannt.

Aber dass sie Ifriten für die Schmiede versklaven, ist schon ein starkes Stück!

Mittlerweile war es, wie man sieht, dunkel. Leider wurde es damit auch zunehmend kalt und windig. Wir sind in Kapitän Nemos Kantine eingekehrt, die ein schönes Jules Verne Feeling hat:

Hier noch mehr Aufnahmen bei Dunkelheit. Bei Disney ist jeden Abend Lightup:

Eigentlich gibt es abends noch die „Believe – Sea of Dreams“ Show mit Feuerwerk. Leider wurde die wegen aufkommenden starken Winds abgesagt. Es hätte noch eine zweite Performance kurz vor Schließung um 21.00 Uhr geben sollen, aber der Wind wurde eigentlich nur stärker, wir glaubten also nicht recht dran.

Also haben wir den Ausflug nach DisneySea gegen 20.00 Uhr beendet und sind lieber noch nach Ueno einen trinken gefahren.

Dabei gab es Mentaiko Tempura. Mal was Neues!

Beim Countdown zu Neujahr (den es nicht wirklich gibt) lag ich schon im Bett. Denn am Neujahrstag fahre ich früh morgens nach Norden: Hiraizumu, Geibikei und Aomori stehen auf dem Programm!

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