Der erste Urlaubstag beginnt, wie es mein Brauch ist, mit einem fotografischen Gewaltmarsch. Ich bin extra früh aufgestanden, um bereits kurz nach 7.40 Uhr an der Kathedrale Notre Dame zu sein.
Notre Dame
Die Kathedrale ist nach dem Brand 2019 mittlerweile wieder geöffnet und Ziel entsprechend vieler Touristen. Nun kann man zwar online Tickets mit Zeitslot reservieren, aber die sind zuverlässig innerhalb von Sekunden weg. Daher bin ich schlicht zur Öffnung um 7.50 Uhr gekommen. Das hat auch funktioniert und ich kam ohne Reservierung gleich rein. Allerdings war dann erstmal um 8.00 Uhr Messe, so dass weite Bereiche erst nach halb neun zugänglich waren.




Allerdings hatte der Brand 2019 permanente Opfer. Die Wasserspeier und Gargylen singen und tanzen nicht mehr, anders als in dem Disney-Dokumentarfilm „Der Glöckner von Notre Dame“.






Hier nun ein paar Innenansichten. Es ist alles sehr hell und neu. Die Säulen sind aber unübersehbar (und auch absichtlich sichtbar) aus Beton.











Auch die vielen Nebenkapellen am Rand sind wieder hergestellt, jede einem Heiligen oder Bibelgestalt gewidmet.




Hier nun Bilder aus der näheren Umgebung:





Hôtel de Ville (Rathaus)


Wie man sieht, ist die Kommunalpolitik fest in progressiver Hand.
Centre Georges Pompidou
Bis 2030 geschlossen, aber Fassade und Umgebung sind auch hübsch.



Metro
Mittlerweile bin ich doch ziemlich viel mit der Metro gefahren. Funktioniert gut, allerdings finde ich es manchmal gar nicht so einfach, den Eingang zu finden, zumal viele Stationen nur einen davon haben. Dabei sind sie eigentlich gut gekennzeichnet, aber die Eingänge sind nicht riesig.



Palais Royal
Das war eigentlich mal der Palast Richelieu, aber er geriet letztlich in königlichen Besitz. Heute sind hier z.B. der Staatsrat und das Kassationsgericht untergebracht – was immer das eigentlich für Institutionen sind. Die Struktur der V. Republik hat sich mir nie 100%ig erschlossen.



Axe Historique
Die „Historische Achse“ von Paris zieht sich vom Louvre aus über die Tuillerien und die Champs Elysee nach Westen bis zum Großen Triumphbogen und darüber hinaus.


Hier nun Bilder aus den Tuilleriengärten. Der Goldene Ballon ist der „Kessel“ von den Olympischen Spiele 2024, den sie diesen Sommer kurzerhand wieder aufgebaut haben.





Hier der zumindest derzeit hässlichste Platz von Paris, der Place de La Concorde. Eine einzige Baustelle und Betonwüste. Da helfen auch der Obelisk von Luxor und schöne Brunnen nix.



Und die Champs Elysees. Der östlich Teil ist schlicht eine Hauptverkehrsader. Weiter westlich kommen dann die teuren Geschäfte. Immerhin ist das Ding so breit, dass sowohl eine Hauptverkehrsstraße als auch eine sehr breite Flaniermeile direkt nebeneinander passen. Und eine hübsche Gartenanlage gibt es auch.



Zentren der Macht
Ich bin auch an zwei Zentren der Macht vorbeigekommen. Die eine ist gut gesichert, die andere geheim.


Arc de Triomphe
Der große Triumphbogen ist wirklich monumental und ist um ein Vielfaches größer als die römischen Vorbilder. Allerdings liegt er eben mitten in einem Kreisverkehr, in den eine Hauptverkehrsstraße mündet. Entsprechend schwierig ist er zu fotografieren.


Man kann auch rauf auf den Triumphbogen, aber zu diesem Zeitpunkt war ich schon ziemlich fertig und bin lieber für eine Siesta zurück ins Apartment.